Gebäudeversicherung

Das finanzielle Risiko für Feuer-, Sturm-/Hagel-, Leitungswasser- und ggf. Elementarschäden (sofern für das Gebäude relevant), sollte auf Stufe 1 an einen Versicherer übertragen werden, denn Schadensfälle an Wohngebäuden sind keine Seltenheit. Es ist wichtig, dass der Wiederaufbau abgesichert ist. Da die Kosten eines Wiederaufbaus im Zeitverlauf steigen, wird die Wohngebäudeversicherung in der Regel als „gleitende Neuwertversicherung“ abgeschlossen, bei der der Wert von 1914 als Referenzwert dient. Die Versicherungssumme ergibt sich aus dem „Wert von 1914 multipliziert mit dem aktuellen Baupreisindex“ oder dem aktuellen Wiederaufbauwert. Wichtig dabei ist, dass es sich bei der Versicherungssumme um keine Leistungsobergrenze handelt. Voraussetzung dafür ist, dass sie richtig ermittelt wurde. Die Versicherungssumme gilt als richtig ermittelt, wenn sie a) aufgrund einer vom Versicherer anerkannten Schätzung eines Bausachverständigen festgesetzt wird, b) der Versicherungsnehmer im Antrag den Neubauwert in Preisen eines anderen Jahres zutreffen angibt und der Versicherer diesen Betrag umrechnet, c) der Versicherungsnehmer Antragsfragen nach Größe, Ausbau und Ausstattung des Gebäudes zutreffend beantwortet und der Versicherer hiernach die Versicherungssumme „Wert 1914“ berechnet (vgl. § 11 VGB 2010 (1914)). Trifft dies zu, wird im Fall eines Totalschadens immer der aktuelle, ortsübliche Wiederaufbauwert ersetzt, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb von 3 Jahren den Wiederaufbau sicherstellt (sonst nur Zeitwertersatz) – vgl. § 13 VBG 2010 (1914). Der Beitrag in der Wohngebäudeversicherung wird an die Baupreisentwicklung mit Hilfe des Anpassungsfaktors (früher: gleitender Neuwert) angepasst. Das gilt auch für die zweite Variante der Ermittlung des Versicherungswertes, des Verfahrens nach Wohnfläche. Unabhängig von der Versicherungssumme und den abgesicherten Gefahren, werden von Zeit zu Zeit eine Überprüfung des Deckungsumfangs und die Abstimmung der individuellen Bedürfnisse erforderlich – insbesondere nach wertsteigernden Baumaßnahmen. Hilfestellung leisten Fragebögen/Checklisten der Versicherer oder ggf. auch ein Gutachter bzw. Fachexperte. Aufgrund des Gebäudewertes können Schäden – abgesehen von Bagatellschäden – finanziell bedrohliche Ausmaße erreichen. Sturmschäden am Dach oder der Solaranlage, ein Brand oder ein überfluteter Keller erreichen mit ihren Beseitigungs- und Folgekosten schnell mehrere zehntausend Euro. Oft verlangen Banken zur Absicherung des finanzierten Immobilienwertes eine Wohngebäudeversicherung. Verbraucherschutzorganisationen bezeichnen die Wohngebäudeversicherung als unverzichtbare Absicherungsmaßnahme.

Ich interessiere mich / habe Fragen zum Thema Versicherungen. Bitte kontaktieren Sie mich für weitere Informationen telefonisch.

Es geht speziell um den Bereich:







Mit "*" markierte Felder sind Pflichtfelder